Kurzbiografie

Veronika Günthers Arbeit nimmt ihren Ausgang in Zeichnung und Alltagsbeobachtung. Erinnerungen verbinden sich mit Literatur, Film, Popkultur und Massenmedien zu assoziativen Bildwelten. Aus einem Archiv von rund 9.000 Pinselzeichnungen überführt sie Motive zunehmend ins Dreidimensionale. Papier wird mit Pappmaché und Draht zum skulpturalen Material.

Für SUPERMARK€T richtet Günther diesen Ansatz auf Geld als Symbol von Wert und Tausch. Ein handgezeichneter Dollarschein wird zum zerknitterten, sichtbar handgefertigten Objekt und entzieht sich der standardisierten Perfektion der Banknote. Das massenhaft reproduzierte Zahlungsmittel wird zum singulären Kunstwerk – und erneut zur Ware. So verschiebt Günther die Grenzen zwischen Material- und Marktwert, Original und Reproduktion.