Kurzbiografie

Julia Walk verbindet Körperbilder, Genderfragen und Popkultur zu einer artifiziellen, oft humorvollen Bildsprache. In  ihren jüngeren Arbeiten treffen Farbigkeit, Transparenz und Fragilität von Glas auf Motive, die tradierte Vorstellungen von Körper, Weiblichkeit und Begehren hinterfragen.
Für SUPERMARK€T greift Walk in Treat yourself den Apfel als kulturell aufgeladenes Symbol für Versuchung, Begehren und Schuld auf. Ausgangspunkt ist die Geschichte Evas und die christlich geprägte Vorstellung der verführenden Frau, in der weibliche Sexualität mit Verführung und Schuld verknüpft wird. Hände, Früchte und Schlangenhaut übersetzen diese Zuschreibungen in leuchtende Glasarbeiten. Zugespitzt wird die Strategie durch einen umgestalteten Warenautomaten, der nach Münzeinwurf kleine Objekte ausgibt: Kunst und Konsum verschränken sich in einer ironisch-spielerischen Geste, die Begehren und Konsummechanismen zugleich bedient und hinterfragt.