Maximilian Prüfer macht Spuren von Tieren und Naturprozesse zu eigenständigen Bildgestaltern.
Maximilian Prüfer (*1986) studierte Design sowie Bildende Kunst in Augsburg und Bologna; er erhielt u. a. den Bayerischen Kunstförderpreis. Im Zentrum seiner Arbeit steht die von ihm entwickelte Technik der Naturantypie, bei der Spuren von Tieren und Naturprozessen auf fein beschichteten Oberflächen sichtbar werden.
Ameisenpfade, Schneckenspuren oder Regentropfen erzeugen dabei organische, abstrakte Bilder jenseits klassischer Zeichnung. Werkserien wie „Forming Thoughts" werfen dabei philosophische Fragestellungen auf, die sich mit Themen wie Kollektivität, der Macht der Gewohnheit und parallelen Verhaltensweisen befassen.
In den „Black Butterfly Prints" überträgt Prüfer Schmetterlingspigmente auf schwarzes Papier und verleiht vergessenen Faltersammlungen Sichtbarkeit. Gleichzeitig thematisiert Prüfer erneut Autorenschaft, Natur und den Eingriff des Menschen. Seine Arbeiten verbinden ästhetische Präzision mit ökologischer und philosophischer Reflexion.
Maximilian Prüfer wurde u. a. mit dem STRABAG ART Award 2025 ausgezeichnet und hielt im gleichen Jahr einen Talk im Rahmen des renommierten Festivals TEDxLondon. Seine Werke waren zuletzt in Solo- und Gruppenausstellungen im DG Kunstraum, München (2020), der Kunsthalle München und dem Weltmuseum Wien (2023), bei CS Art Partners, New York und im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg (2024) sowie in der Galerie Kandlhofer, Wien (2025), zu sehen.

