SUPERMARK€T

Übersicht

Kunst. Macht. Kapital.

„L’art pour l’art“, Kunst um der Kunst willen. Ein Ideal, das lange Autonomie versprach und zum Schlagwort der Moderne avancierte. Doch wie autonom kann Kunst in einem System sein, das Sichtbarkeit monetarisiert und Aufmerksamkeit kapitalisiert?

SUPERMARK€T richtet diese Frage an eine Generation, die mit Finanzkrisen, digitaler Dauerpräsenz und einem von Plattformen, Rankings und Reichweiten bestimmten Kunstmarkt aufgewachsen ist. Akademieabsolvent und Kunststudierende setzen sich in ihren Arbeiten mit sozialer Konditionierung, ästhetischen Codes und Kunst als Superpower auseinander. Etablierte Positionen wie Alexandra Bircken, Ayzit Bostan und Peter Kogler treten dabei in einen Dialog mit der jungen Generation.

Die Ausstellung verwandelt den Kunstraum in Verkaufsfläche, Warenlager und Bühne der Selbstvermarktung und macht Mechanismen von Branding, Konsum und Positionierung sichtbar. SUPERMARK€T ist dabei kein Abgesang auf den Markt, sondern eine Bestandsaufnahme.

Der Untertitel lässt sich zweifach lesen: Kunst macht Kapital. Und: Kunst. Macht. Kapital. Drei Kräfte, die einander bedingen und zugleich behaupten, nichts miteinander zu tun zu haben. Die Ausstellung versteht sich als Experimentierraum, der genau diese Spannung aushält: Wie viel Markt verträgt Kunst?