Kurzbiografie
Michael von Hassel, 1978 in München geboren, gehört zu den profilierten deutschen Vertretern einer Fotografie, die dokumentarische Präzision mit einer bewusst gesteigerten, nahezu malerischen Bildwirkung verbindet. Der Autodidakt schlug zunächst einen anderen beruflichen Weg ein: Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und einer Tätigkeit in London studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Gegen Ende seines Studiums begann er, seine Fotografien auszustellen, und widmete sich fortan vollständig der Kunst. Seine Arbeiten wurden seither in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt.
Von Hassel selbst bezeichnet seine fotografische Bildsprache als „hyperrealistisch“. Charakteristisch sind eine außergewöhnliche Tiefenschärfe, intensive Farben sowie aufwendige Lang- und Mehrfachbelichtungen. Häufig entstehen seine Werke aus zahlreichen Einzelaufnahmen, die unterschiedliche Belichtungssituationen in einem Bild zusammenführen. Die Kamera dient ihm dabei nicht allein dazu, Wirklichkeit abzubilden: Sie macht Orte auf eine Weise sichtbar, wie sie das menschliche Auge unmittelbar nicht wahrnehmen könnte.
